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Zitronengras in Deutschland ziehen – Aus einem Stängel aus dem Supermarkt

Wie ich Zitronengras in Deutschland aus Stängeln aus dem Supermarkt ziehe: im Wasser bewurzeln, in tiefe Töpfe pflanzen, ernten und durch den Winter bringen.

Autor
FlamaBloom
Veröffentlicht
17. Juli 2026
Aktualisiert
17. Juli 2026
Lesezeit
4 Min. Lesezeit
Ein grüner Topf Zitronengras wächst in einem Garten in Deutschland.

Wenn es eine Pflanze gibt, die ich Gartenanfängern fast immer empfehlen würde, dann ist es Zitronengras.

Man muss keine Samen kaufen.

Man braucht keine Jungpflanze.

Ein frisches Bündel Zitronengras aus dem Supermarkt reicht, um eine Pflanze zu beginnen, die viele Jahre leben kann.

Zitronengras ist in der vietnamesischen Küche sehr vertraut. International ist es oft als lemongrass oder Cymbopogon citratus bekannt. Es wird nicht nur in vielen asiatischen Gerichten verwendet, sondern auch als Tee aufgegossen, zu ätherischem Öl verarbeitet und in der Volksmedizin erwähnt. Einige Quellen zu Extrakten oder ätherischem Öl aus Zitronengras beschreiben außerdem antioxidative, antibakterielle oder anti-biofilmbezogene Aktivitäten im Forschungskontext.

Für mich ist Zitronengras eine der Pflanzen, die sich wirklich lohnen.

Einmal pflanzen.

Viele Jahre ernten.


Mit einem Stängel aus dem Supermarkt beginnen

Ich kaufe frisches Zitronengras meistens bei Globus oder in asiatischen Lebensmittelgeschäften in Deutschland.

Zu Hause verwende ich den oberen Teil der Stängel zum Kochen.

Die unteren Stücke hebe ich auf.

Ein Stück von etwa 5–7 cm reicht aus.

Daraus wird die neue Pflanze.

Zitronengras Wurzeln bilden lassen

Stelle das untere Stück in ein Glas mit sauberem Wasser.

Wenn du die Luftfeuchtigkeit besser halten möchtest, kannst du eine durchsichtige Plastiktüte darüberstülpen. So entsteht ein kleiner Gewächshauseffekt.

Schon nach 1–2 Tagen sieht man oft die ersten kleinen weißen Wurzeln rund um die Basis.

Ich warte nicht, bis das Wurzelwerk sehr lang ist.

Sobald die Wurzeln gerade erscheinen, pflanze ich die Stücke in Erde.

Nach meiner Erfahrung gewöhnt sich die Pflanze schneller an Erde, wenn sie früh in den Topf kommt.

Zitronengrasstücke mit kleinen weißen Wurzeln nach dem Stehen im Wasser.
Nach wenigen Tagen erscheinen rund um die Basis die ersten weißen Wurzeln.

In einen Topf pflanzen

Am Anfang muss der Topf noch nicht sehr groß sein.

Ein mittelgroßer Topf reicht, damit die Pflanze anwachsen kann.

Nach dem Einpflanzen gieße ich gründlich, damit die Erde die neuen Wurzeln gut umschließt.

Nach etwa 1–2 Wochen, wenn die Blätter kräftig wachsen und die Pflanze stabil steht, setze ich sie in einen größeren Topf.

Frische Zitronengrasstücke in Erde, an denen kleine neue Triebe erscheinen.
Ich pflanze die Stücke meist ein, sobald die Wurzeln sichtbar werden, ohne auf lange Wurzeln zu warten.

Eine Sache habe ich nach vielen Jahren gelernt:

Zitronengras bildet sehr tiefe Wurzeln.

Deshalb nehme ich lieber einen tiefen Topf als einen breiten, aber flachen.

Ein kräftiges Wurzelsystem hilft der Pflanze, schneller zu wachsen und mehr Stängel zu bilden.

Wenn der Horst größer wird

Nach einiger Zeit sieht man, wie aus der Basis neue Seitentriebe wachsen.

Dann setze ich die Pflanze wieder in einen noch größeren Topf.

Zitronengras wächst nicht als viele einzelne kleine Pflanzen.

Es wächst zu einem großen Horst heran und bildet immer wieder neue Triebe aus der Basis.

Je mehr Platz die Wurzeln haben, desto kräftiger wird der Horst und desto mehr kann man ernten.

Ein Zitronengras-Horst wird aus dem Topf gehoben und zeigt Basis und weiße Wurzeln.
Beim Umtopfen sieht man gut, wie tief und schnell sich die Wurzeln von Zitronengras ausbreiten.

Richtig ernten

Was ich an Zitronengras besonders mag: Man muss es nicht jedes Jahr neu pflanzen.

Wenn ich es zum Kochen brauche, schneide ich nur den oberen Teil der Stängel ab.

Die Basis und das ganze Wurzelwerk bleiben im Topf.

Danach treibt die Pflanze weiter neue Stängel.

Bei guter Pflege kann ein Zitronengras-Horst viele Jahre bei dir bleiben.

Winter in Deutschland

Anders als Rau Răm verträgt Zitronengras keinen Frost.

Bevor die ersten kalten Nächte kommen, hole ich den ganzen Topf ins Haus.

Ein heller Platz am Fenster reicht aus.

Im Winter wächst die Pflanze fast gar nicht.

Ich gieße nur so viel, dass die Erde nicht vollständig austrocknet.

Ab und zu stecke ich ein paar langsam lösliche Stickstoffdünger-Pellets nahe an die Basis, damit die Erde während der Monate im Haus etwas Nährstoffe bekommt.

Wenn Frühling und Sommer zurückkommen, stelle ich den Topf wieder nach draußen.

Das ist auch ein guter Zeitpunkt, um in einen größeren Topf umzupflanzen, frische Erde zu ergänzen und etwas organischen Dünger oder Gemüsedünger einzuarbeiten.

Schon nach wenigen Wochen wird der Horst wieder grün und bildet viele neue Triebe.

Ein großer grüner Topf Zitronengras steht draußen im Garten.
Aus ein paar kleinen Stängelbasen kann ein Horst entstehen, der über viele Saisons in der Küche hilft.

Ein Zitronengras-Horst kann lange bleiben

Ich mag Pflanzen, die die Mühe beim Gärtnern auf ihre stille Art zurückgeben.

Zitronengras gehört für mich dazu.

Man beginnt nur mit einem unteren Stück, das sonst vielleicht im Müll gelandet wäre.

Ein Glas Wasser.

Ein Topf Erde.

Und ein wenig Geduld.

Dafür bekommt man einen Horst, der über Jahre leben kann und jede Saison ein bisschen größer wird.

Jedes Mal, wenn ich ein paar Stängel abschneide und in die Küche bringe, freue ich mich darüber, dass der Rest der Pflanze unten im Topf ruhig weiterwächst und sich auf die Mahlzeiten der nächsten Saison vorbereitet.

Quellen, die ich zusätzlich geprüft habe

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